Konzept

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Zielgruppe:

Das Wohnprojekt "Domizil" bietet eine Kombination aus "Wohnen" und "Betreuung" an, die dem besonderen Hilfebedarf nichtabstinenter chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranker (CMA) Rechnung trägt.

Im Wohnprojekt werden 40 Wohnplätze in Einzel- bzw. Doppelzimmern angeboten. Das Angebot richtet sich an alkoholkranke Männer, die ihre Wohnung verloren haben bzw. nicht mehr in der Lage sind, selbständig zu wohnen. Das Belegungsrecht obliegt der Stadt Leipzig.

Die Belegung erfolgt über das "Übernachtungshaus für wohnungslose Männer" (Rückmarsdorfer Str. 07) nach Prüfung der diagnostischen und sozialhilferechtlichen Voraussetzungen.

Vor dem Hintergrund der Mehrfachschädigung wird von einer langfristigen Betreuungs- und Verweildauer im Wohnprojekt ausgegangen.


Angebotsspektrum und Arbeitsansatz:

Das Mitarbeiterteam verfolgt einen akzeptierend-nachgehenden Arbeitsansatz und ist im Rahmen eines Ansprechpartnersystems offen für alle Sorgen und Fragen der Hausbewohner.

Hierbei werden neben klientenzentrierter und individueller Hilfeplanung auch vielfältige tagesstrukturierende, existenzsichernde und beraterische Angebote unterbreitet, die als Zielsetzung die Verhinderung einer Verschlimmerung des Schädigungsbildes (psychisch, physisch und sozial) verfolgen.


Generelle Angebote sind:

  • Existenzsichernde Maßnahmen
  • Lebenspraktische Hilfen
  • Beratungs- und Gesprächsangebote
  • Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
  • Angebote zur Trinkmengenreduzierung
  • Entschuldungshilfe
  • Angebote zur Freizeitgestaltung und Tages-strukturierung
  • Vermittlung zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung


Zielstellung:

Als allgemeine Zielstellung haben die Beheimatung der Hausbewohner und die Sicherung eines möglichst gesunden Überlebens obersten Stellenwert für die gemeinsame Arbeit. Da sich die Zielstellung und Hilfeplanung jedoch immer an der Besonderheit des jeweiligen Einzelfalles orientiert, können die individuelle Ziele im Einzelnen wie folgt aussehen:

  • Befähigung zu einem Leben in üblichen Wohnverhältnissen
  • Reduzierung der Konsummenge und der Konsumexzesse bzw. die Verlängerung der suchtmittelfreien Perioden
  • Motivation zur in Anspruchnahme von Hilfeangeboten sowie Überleitung in geeignete Einrichtungen
  • Gesundheitliche Schäden zu lindern, oder zu beseitigen
  • Motivation zur Körperhygiene
  • mit dem zur Verfügung stehenden Geld klarzukommen
  • Schuldenregulierung im Rahmen der Möglichkeiten
  • eine Freizeitgestaltung, die ohne Suchtmittel Spaß macht
  • Kontaktaufnahme zu Eltern, Kindern und Verwandten