+++

Psychosoziale Aspekte der Glücksspielsucht

Drucken

Glücksspielsucht führt vor allem zu folgenden psychosozialen Problemen:

  • Sie kann zu Verarmung führen, da die süchtig gewordenen GlücksspielerInnen alles verfügbare Geld einsetzten.

  • Sie kann zu Verschuldung führen, da die süchtig gewordenen GlücksspielerInnen sich überall Geld leihen, um weiterspielen zu können. Oft verlieren GlücksspielerInnen ihre Wohnung, nach dem sie mehrmals das Geld für ihre Miete verspielt haben.

  • Sie kann zu Zerrüttung von Partnerschaft und Familie führen, nicht nur wegen der Verarmung und Verschuldung, sondern auch wegen der Ausreden und Lügen der GlücksspielerInnen. Auch bei an sich guten Partnerschaften ist für den süchtig Gewordenen der „Partner Glücksspiel“ wichtiger geworden.

  • Sie kann zu Unkonzentriertheit, Erschöpfung, Motivationsverlust und anderen Leistungsmängeln am Arbeitsplatz führen und damit oft zum Arbeitsplatzverlust. Viele GlücksspielerInnen geben an, dass sie während der Arbeitszeit mehr an das Glücksspiel als an die Arbeit gedacht hätten oder sogar während der Arbeitszeit in der Spielhalle oder im Casino gewesen seien.

  • Sie kann zu Suizidalität (Selbstmordgedanken und –versuche) führen.

  • Sie kann schließlich auch zu „Beschaffungskriminalität“ führen.

(nach Kellermann, 1999)