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Glücksspielsucht - Selbsttest

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Die derzeitig gültige Version des „Diagnostic and Stastical Manual of Mental Disorders, DSMIV“ (APA 1994) definiert das pathologische Glücksspiel als:

A. Fortdauernde und wiederholt fehlangepasstes Spielverhalten, indiziert durch fünf (oder
mehr) der folgenden Merkmale:

1. Häufige Beschäftigung mit dem Glückspiel (zum Beispiel Beschäftigung mit früheren
Glücksspiel- Erlebnissen, Verhinderung oder Planung der nächsten Unternehmung oder
Überlegungen, wie Geld für das Glücksspiel zu beschaffen ist).

2. Bedürfnisse zum Glücksspiel mit steigenden Einsätzen, um die gewünschte Erregung zu
erreichen.

3.Wiederholte erfolglose Versuche, das Glücksspiel zu kontrollieren, einzuschränken oder
ganz damit aufzuhören.

4. Ruhelosigkeit oder Reizbarkeit bei dem Versuch, das Glücksspiel einzuschränken oder
aufzugeben.

5. Teilnahme am Glücksspiel, um Problemen zu entfliehen oder dysphorische Stimmungen
abzubauen (zum Beispiel Gefühle von Hilflosigkeit, Schuldgefühle, Sorgen und Ängste,
Depressionen).

6. Wiederholte Geldverluste beim Glücksspiel und Rückkehr am anderen Tag, um die
Verluste wieder wettzumachen (die „Jagd“ nach einem Verlustausgleich).

7. Belügen von Familienmitgliedern, Therapeuten oder anderen, um das Ausmaß der Beteiligung am Glücksspiel zu verheimlichen.

8. Begehen illegaler Handlungen wie Urkundenfälschung, Betrug, Diebstahl oder
Unterschlagung, um das Glücksspiel zu finanzieren.

9. Gefährdung oder Verlust einer bedeutsamen Beziehung, Arbeitsstelle oder
Ausbildungsmöglichkeit oder einer beruflichen Aufstiegschance wegen des Glücksspiels.

10. Der Verlaß darauf, dass andere Geld zur Verfügung stellen, um eine durch das
Glücksspiel hervorgerufene verzweifelte finanzielle Situation zu entspannen.


B. Das Spielverhalten ist nicht auf eine manische Episode zurückzuführen.