Rahmen und Selbstverständnis

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Konzeptionell gehen wir von einer Therapiezeit von zwölf Monaten aus.

Aufgrund eines langjährigen Verlaufes von Abhängigkeitserkrankungen, ist auch für deren Behandlung ausreichend Zeit notwendig.

Die Behandlung kann und soll nicht ausschließlich das "Erlernen" von Abstinenz oder von einem drogenfreien Leben sein. Dies ist sicherlich ein Bestandteil. Im Mittelpunkt sollte jedoch der Veränderungsprozess eines Menschen stehen.

Mit dem Verzicht auf das Suchtmittel treten i.d.R. die Hintergründe für die Erkrankung zu Tage.

Der Fokus der Therapiegespräche richtet sich auf das Erfahren und Reflektieren eigener Problembereiche und das Erarbeiten von Bewältigungsstrategien.

Hierbei können die Mitpatienten in der Gruppe nützliche Reflektions- und Konfrontationspartner bilden.

Den meisten Patienten gelingt es erst nach längerer Therapiezeit, eigene Rationalisierungen zu erkennen und sie aufzulösen. Rationalisierungen sind nur scheinbar nützliche Erklärungsansätze zur wichtigen Stabilisierung des Selbstbildes während des Krankheitsprozesses

Dieser Schritt des Erkennens erscheint von großer Bedeutung, um Umbewertungen zulassen zu können und eigene Persönlichkeitseigenschaften zu akzeptieren, zu integrieren und weiter zu entwickeln.

 

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