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Unser Suchtverständnis

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Wir betrachten die Suchterkrankung als gescheiterten Lösungsversuch, mit unüberwindlich scheinenden seelischen, sozialen oder lebensgeschichtlichen Problemlagen umzugehen.

Zugleich verstehen wir das (Konsum-) Verhalten als wichtigen Interaktionsbeitrag, durch den massiv Beziehungsprozesse mitgestaltet werden.

Die Behandlung ist darauf gerichtet, diese, oft verborgenen Problemlagen zu verstehen, die ersatzweise über den Rauschmittelkonsum befriedigten Bedürfnisse sichtbar zu machen und individuelle Lösungswege zu erarbeiten und alltagstaugliche, angemessene, rauschmittelfreie Möglichkeiten der Bedürfnisbefriedigung zu eröffnen. Hierbei werden die verschütteten Ressourcen und Fähigkeiten der Betroffenen reaktiviert und genutzt. Die Betroffenen, die ihre psychische Problemlagen (Ängste, Depressionen, Posttraumatische Belastungsstörungen etc) bislang durch Rauschmittelkonsum selbst-behandelten, werden mit psychotherapeutischen Mitteln in deren Bewältigung unterstützt.

Ebenso stellt der Bereich der interaktionellen Wechselwirkungen, die das Suchtverhalten im Beziehungskontext auslöst, eine Ebene therapeutischen Wirkens dar. Voraussetzung für diesen Veränderungsprozesse sind positive Abstinenzerfahrungen.

Kundenorientierung (Orientierung an den Bedürfnissen und Zielen des Klienten), Ressourcenorientierung (Arbeit mit Fähigkeiten, Ideen des Klienten) und Lösungsorien­tierung (Fokus auf Lösungsmöglichkeiten) sind wesentliche Grundsätze der inhaltlichen Arbeit.